Wie wichtig ist eine Unternehmensbekleidung noch?
Wie wichtig ist eine Unternehmensbekleidung noch? 2018-09-27T13:10:07+00:00

Wie wichtig ist eine Unternehmensbekleidung noch?

Ein Interview mit Antonia Polkehn Brand Strategist bei der Berliner Sparda Bank.

Hallo Sparda Logo

Vor wenigen Tagen titelte die Zeitung Zeit „Brauchen wir noch Uniformen?“. Stimmt, ist eine einheitliche Kleidung denn überhaupt noch zeitgemäß? Historisch betrachtet hatten Uniformen in Unternehmen einen eher politischen oder sogar militärischen Hintergrund, so sind sie heute ein Kommunikationsinstrument geworden. Sie zeigt wie sich das Unternehmen positionieren will und mit wem es der Kunde überhaupt zu tun hat. Darüber hinaus schafft eine Unternehmensbekleidung eine starke Verbindung zwischen den einzelnen Arbeitnehmern und stärkt im besten Fall das Wir-Gefühl im Unternehmen.

Der Trend geht zu einer individuellen Arbeitsbekleidung

So wie der Trend zur Individualisierung immer weiter voran schreitet, ist dies auch bei der Unternehmenskleidung zu sehen. Zeiten in denen Krawattenpflicht herrscht, scheinen immer mehr vorbei zu sein. Die Sparda Bank ist auf diesem Gebiet ein Vorreiter. Sowohl individuelle Kleidung am Arbeitsplatz, als auch Tattoos sind hier keine Fremdwörter. Wir haben dazu mit Antonia Polkehn Brand Strategist bei der Sparda Bank gesprochen.

Hey Antonia, schön das du heute dabei bist. Stimmt es eigentlich, dass ihr keinen expliziten Dresscode im Office habt?

Antonia Polkehn: Ja, das stimmt. Unsere Kunden- und Serviceberater in den Filialen haben keine Krawatten- oder Anzugpflicht. Es gibt Mitarbeiter, die zu einer Chino lediglich ein HALLO bedrucktes Shirt tragen. Für eine Bank ist das revolutionär. Hier ging es vor allem darum, dem Kunden auf Augenhöhe zu begegnen. So unterschiedlich wie unsere Kunden sind, sind es unsere Mitarbeiter auch.

Im zentralen Office hörte ich aber im Sommer auch den einen oder anderen negativen Kommentar, wenn die Männer zur kurzen Hose gegriffen haben. Wir bewegen uns also unausgesprochen noch immer zwischen Business Attire und Business Casual.

Wie wichtig findest du eine freie Entscheidung bei der Kleidung im Unternehmen?

Antonia Polkehn: Es kommt darauf an, wie wichtig das Branding dem jeweiligen Unternehmen ist und welche Gründe es für einen Dresscode gibt. Geht es um Uniformierung oder darum dass Kunden erkennen wer zum Shop gehört und wer Kunde ist. Gibt es traditionelle oder nostalgische Kleidung, die ein Gefühl transportiert. Hier fallen mir klassisch die Stewardessen der Lufthansa ein. Ich kenne Menschen die sich Arbeitskleidung wünschen. Aus stilistischer Unsicherheit oder auch weil es „dazugehört“. Wenn kein Kundenkontakt besteht, sollte ein Mitarbeiter sich kleiden dürfen, wie er sich wohl fühlt. Es ist ja auch Ausdruck der eigenen Persönlichkeit.

Es gibt also Berufe mit Kundenkontakt, die eine „Uniform“ notwendig machen. Viel wichtiger ist, was für eine Arbeitskleidung der Arbeitgeber vorschreibt. Die neuen Uniformen der deutschen Bahnen geben viel Spielraum für Individualisierung. Das finde ich sinnvoll. Als Frau möchte ich die Möglichkeit haben eine Hose zu tragen. Es gibt außerdem Unternehmen, die einfach eine starke Marke leben und Mitarbeiter Lust haben diese zu transportieren. Die Verkäufer des Modelabels All Saints, sehen teilweise aus wie die Models auf den Kampagnen weil Look und Selbstverständnis scheinbar freiwillig transportiert werden.

“Es gibt Berufe mit Kundenkontakt, die eine „Uniform“ notwendig machen”

Gibt es fühlbare Unterschiede nachdem die Krawattenpflicht fallen gelassen wurde?

Antonia Polkehn: Viele Kunden sprechen uns positiv auf die Veränderung an und Mitarbeiter erzählen ebenfalls von den positiven Effekten. Für das Recruiting von neuen Mitarbeitern ist es definitiv ebenfalls von Vorteil. Damit zeigen wir Bewerbern, dass wir ein anderes Verständnis von zeitgemäßem Banking haben.

Vorzeige Startups wie N26 oder SumUp nutzen die Unternehmensbekleidung als ein wichtiges Kommunikationsinstrument. Wie stehst du zu einer freiwilligen Dienstbekleidung und könnte das auch bei der Sparda Bank ein Thema werden?

Antonia Polkehn: Wir haben ja fast so etwas wie eine freiwillige Arbeitskleidung. In den Filialen können die HALLO-Poloshirts und die HALLO-Shirts getragen werden, im zentralen Office ebenfalls und für unseren Coworkingspace in Frankfurt Oder gibt es für Mitarbeiter und Baristas natürlich ebenfalls Blok O – Shirts. Hier sollten wir vielleicht erwähnen das Mula einen kleinen Beitrag an diesen Shirts geleistet hat 😉

Danke für das Gespräch, Antonia!

Du willst eine eigene Unternehmensbekleidung?

Wir freuen uns von Dir zu hören!

Marco Lawrenz

Marco Lawrenz

Account Manager

Marvin Müller

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Karo Hansen

Karo Hansen

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